Am Anfang der Entwicklung des XcalibuR-Systems stand die Idee eine Lösung zu schaffen, die es ermöglicht weitestgehen automatisiert, „per Knopfdruck“ Stamm- und Bewegungsdaten zwischen Geschäftspartnern auszutauschen. Die wichtigsten Entwicklungsziele, die für die Realisierung dieser Idee nötig waren, möchten wir Ihnen hier etwas ausführlicher näher bringen.

Im ersten Moment klingt „1:1-Kommunikation“ nach deutlich mehr Aufwand da theoretisch jeder Endpunkt mit jedem Endpunkt kommuniziert. Allerdings überwiegen die Vorteile dieser Lösung deutlich und durch einen sehr hohen Grad an Automatisierung ist es gelungen die Nachteile dieser Architektur auf ein Minimum zu reduzieren.

Zu den Vorteilen dieser Architektur lesen Sie mehr unter „Sicherheit“ und „Datenhoheit beim Ersteller“

Durch die direkte Kommunikation zwischen den Endpunkten, wir eine deutlich höhere Sicherheit erreicht, da Informationen die explizit für einen bestimmten Endpunkt bestimmt sind (z.B. Preise und Konditionen), nicht zusammen mit Daten für andere Endpunkte an einem einzigen Ort abgelegt werden müssen. Hier lautet das Motto „wenn zwei Partner Handel miteinander betreiben, müssen auch nur diese beiden Partner Daten austauschen“.

Selbstverständlich werden alle Daten, die zwischen zwei Endpunkten getauscht werden, verschlüsselt. So wird die Kommunikation zwischen den XcalibuR-Clients über eine SSL-Verbindung gehandhabt und Katalogdaten werden vor dem Upload auf das Zielsystem 1024Bit verschlüsselt.

Daten sind geistiges Eigentum! Das gilt für die Daten, die über XcalibuR ausgetauscht werden, genauso wie für Quellcodes von Computerprogrammen oder Büchern. Aber das Erstellen und zur Verfügung stellen von Informationen bringt nicht nur Rechte sondern auch Pflichten mit sich, denn der Ersteller ist auch für den korrekten Inhalt verantwortlich.

Innerhalb des XcalibuR-Systems gelten diese Grundsätze sogar für Daten, die bereits anderen Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurden. So kann z.B. der Lieferant zu jedem Zeitpunkt sehen welcher Händler welche Version seiner Daten benutzt und diese gegebenenfalls im Händlersystem updaten (natürlich muss der Händler kritische Änderungen wie z.B. Preiserhöhungen erst freigeben). Genauso ist es möglich bereits ausgelieferte Kataloge wieder vom Händlersystem zu entfernen (vorausgesetzt die zu entfernende Version ist noch nicht gültig geworden).

Im Bereich der Variantenartikel ergeben sich viele Probleme bei der Integration in bestehende Warenwirtschaftssysteme, da diese in der Regel nur flache Artikel (ein Artikel gleich ein Datensatz) handeln können. Da aber nicht für jede Variante eines Artikels ein Datensatz in der Artikeltabelle erzeugt werden kann, müssen dynamisch Artikel erzeugt werden oder verschiedene Varianten unter einer Artikelnummer geführt werden. Solche Lösungen sind von einer sauberen Integration weit entfernt, denn schon bei dem Thema „Bestandsführung auf Variantenebene“ stoßen solche Ansätze an Ihre Grenzen.

Für XcalibuR wurde ein mathematischer Algorithmus entwickelt, mit dessen Hilfe die gesamte Konfiguration eines Artikels in eine für Menschen lesbare Zeichenkette abgebildet werden kann. Diese „virtuelle“ Artikelnummer ermöglicht es, dass jede Variante eines Artikels eindeutig zu identifizieren ist. Auf diese Weise ist es möglich, dass sich XcalibuR gegenüber Fremdsystemen wie eine einzige Artikeltabelle verhält, in der es für jede Variante einen Datensatz gibt, nur das dieser erst im Moment des Abrufens erstellt wird. Auf diese Weise wird eine barrierefreie Integration ermöglicht.

Ein weiterer Grundsatz ist der, der Automatisierung. Denn der Einsatz von XcalibuR soll sowohl in der Industrie als auch im Handel sowenig wie möglich Aufwand erzeugen um so den „Return On Invest“ für beide Seiten zu maximieren. Um dieses Ziel zu erreichen wurden an sehr vielen Stellen der XcalibuR-Komponenten Funktionen implementiert, die es dem Anwender ermöglichen mit möglichst wenig Aufwand die Daten aktuell zu halten. Vom vollautomatischen Händlerupdate, bis zum automatischen Updateimport, der es dem Lieferanten abnimmt für ein Katalogupdate nur die Änderungen herauszufiltern.

Eine der wichtigsten Anforderungen an das System war die Skalierbarkeit, denn sowohl im Handel als auch in der Industrie gibt es kleine und große Unternehmen, die auf Grund ihrer unterschiedlichen Größe auch unterschiedliche Anforderungen an das System stellen. So lässt sich die Integrationstiefe nahezu stufenlos verstellen. Vom komplett integrierten System, das mit einem einzigen Kommando die Stammdaten im Handel aktualisiert bis zum komplett manuellen Betrieb.